Sanierung und Erweiterung Gymnasium Kamen
Auftraggeber: Stadt Kamen
VGV Verfahren: 2020
BGF Neubau: ca. 2.470 m² I BGF Bestand: ca. 7.440 m²
Realisierung Neubau: 2026-2028 I Realisierung Energetische Sanierung: 2028-2030
Planung: htarchitektur bda mit g+w Ingenieurplanung GmbH
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Sanierung und Erweiterung des Gymnasiums Kamen – Schule als Heimat auf Zeit
Das Gymnasium Kamen liegt zentral am östlichen Grüngürtel der Innenstadt und ist geprägt von einem in den 1960er-Jahren entstandenen, polygonalen Gebäudekomplex, der bis in die 1990er-Jahre erweitert wurde. Die Sanierung und Erweiterung verfolgt das Ziel, den baulichen Bestand energetisch, funktional und gestalterisch zu erneuern und zugleich an zeitgemäße pädagogische Konzepte sowie eine Vierzügigkeit anzupassen.
Mit dem Neubau „Ringschluss“ wird der bislang solitär stehende Gebäudeteil E barrierefrei an den Bestand angebunden. Der Neubau nimmt die Fachbereiche der Naturwissenschaften auf und schreibt die charakteristische Abfolge aus ein- und zweibündigen Erschließungszonen als schlüssiges Raumkontinuum fort. Kurze Wege, Aufweitungen und informelle Treffpunkte fördern Kommunikation und flexible Lernformen. Der neu entstehende Innenhof bildet eine geschützte „Oase“ für Unterricht im Freien und den erweiterten Schulgarten.
Alt und Neu verbinden sich zu einem klar ablesbaren, identitätsstiftenden Ensemble. Die Materialität ist bewusst robust und langlebig gewählt: Eine homogene, steinerne Fassadentektonik verleiht dem Schulbau eine ruhige, zeitlose Präsenz und vermittelt Wertigkeit und Dauerhaftigkeit. Sie schafft einen vermittelnden Maßstab zwischen Bestand und Neubau und unterstreicht den Anspruch einer Schule als „Heimat auf Zeit“ mit hoher Aufenthaltsqualität für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Besucher.
